Corporate Social Responsibility: Worte reichen nicht

Corporate Social Responsibility – so viel wird davon geredet. Und was passiert in der Praxis? Der Unfall in einer Textilfabrik in Bangladesch zeigt, wie sehr das Thema uns betrifft: Was weit weg günstig und zu unfairen Bedingungen produziert wird, liegt häufig wenig später in unseren Kleiderkästen.
Vor zwei Jahren im April stürzte eine Fabrik in der Stadt Savar ein, weil Sicherheitsvorkehrungen und Bauvorschriften nicht eingehalten wurden, – 64 ArbeiterInnen starben. Nach langen Verhandlungen wurde im April 2007 mit Zahlungen aus dem Entschädigungsfonds an die Opfer begonnen. Hauptinitiator des Entschädigungsfonds ist das spanische Unternehmen Inditex/Zara, das 2.238 Euro an den Fond überwiesen hat. Insgesamt stellt Inditex/Zara 44.750 Euro für die Entschädigung der Opfer zur Verfügung. Neben Inditex/Zara kündigten KarstadtQuelle (Deutschland), New Wave Group (Schweden), Scapino (Holland) und Solo Invest (Frankreich) eine finanzielle Beteiligung an dem Fonds an. Um die ArbeiterInnen für ihren ausfallenden Lohn angemessen entschädigen zu können, sollen in den Fonds insgesamt 533.323 Euro eingezahlt werden.
Nicht alle Unternehmen, die von der Fabrik Produkte bezogen haben, sind bereit, für die Entschädigung der Opfer aufzukommen. Carrefour (Frankreich), Cotton Group (Belgien), New Yorker, Steilmann, Kirsten Mode und Bluhmod (Deutschland) weigern sich weiterhin, Entschädigungszahlungen zu leisten.
Link: Unterstützungs-Email für die Anliegen der ArbeiterInnen

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